Bevölkerungsschutz

Zur Bewältigung von besonderen und ausserordentlichen Lagen obliegt dem Gemeindeführungsstab gemäss Bevölkerungsschutzgesetz:

  • die Vorsorge und Orientierung der Bevölkerung,
  • der Schutz der Bevölkerung, der Sachwerte und der Umwelt,
  • die Minimierung von Schäden,
  • die möglichst rasche Wiederherstellung einer normalen Lage.

Evakuierung der betroffenen Bevölkerung

Wasseralarm

Der «Wasseralarm» ist eine Aufforderung zur sofortigen Evakuierung des gefährdeten Gebietes unterhalb einer Staumauer. Der Wasseralarm kommt ausschliesslich in gefährdeten Gebieten unterhalb von Stauanlagen zur Anwendung. Er besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von je zehn Sekunden. Ertönt der Wasseralarm, muss die Bevölkerung

  • das gefährdete Gebiet sofort verlassen,
  • örtliche Merkblätter beachten und Anweisungen der Behörden befolgen.

Weitere Informationen finden Sie unter den Downloads gefährdete Gebiete und sichere Warteräume, am Ende dieses Artikels.

Allgemeiner Alarm

Mit einem regelmässig auf- und absteigenden Sirenenton wird der «Allgemeine Alarm» ausgelöst. Der Warnton dauert bei stationären Sirenen eine Minute und wird innerhalb fünf Minuten wiederholt. Ausgelöst wird der «Allgemeine Alarm», wenn eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. Er kündigt Verhaltensanweisungen oder amtliche Mitteilungen an, die über Radio verbreitet werden.

Für die Bevölkerung bedeutet der «Allgemeine Alarm»:

  • Radio hören oder sich via Alertswiss informieren,
  • Anweisungen der Behörden befolgen,
  • Nachbarn informieren.

Gemeinde-Infodienst durch SMS

Jederzeit kann die Gemeinde – oder Teile der Gemeinde – von natur-, technik- oder gesellschaftsbedingten Katastrophen und Notlagen betroffen werden. Ist dabei die Bevölkerung konkret gefährdet, so ordnet die zuständige Kommunikationsstelle die Alarmierung und die Verbreitung von Verhaltensanweisungen an. Die Gemeinde Surses betreibt dazu als Kommunikationsinstrument einen Gratis-Infodienst per SMS, um die Bevölkerung im Ereignisfall mit Anordnungen und Durchsetzung von Verhaltensanweisungen informieren zu können.

Und so funktioniert der Dienst:

Aktivierung des SMS-Infodienstes

Senden Sie mit Ihrem Natel folgenden Text an die Zielnummer 076 601 22 55:

  • START 7453Surses

Deaktivierung des SMS-Infodienstes

Senden Sie, sofern Sie diesen Gratis-Infodienst wieder annullieren wollen, folgenden Text an die Zielnummer 076 601 22 55:

  • STOP 7453Surses

Die Information an die Bevölkerung, je nach Ereignis, mit Anordnung und Durchsetzung von Verhaltensanweisungen ist eine Sofortmassnahme im Ereignisfall. Bei Ereignissen erhalten die Nutzerinnen und Nutzer automatisch ein SMS.

Hotline für Bevölkerung

Ausserordentliche Lagen verunsichern, weshalb der Qualität der Informationsführung in den ersten Stunden und Tagen einer ausserordentlichen Situation eine hohe Bedeutung zukommt. Die Gemeinde Surses muss in der Lage sein, innerhalb kurzer Zeit eine Telefon-Hotline für die Bevölkerung aufzuschalten und die notwendigen Beratungsinhalte bereitzustellen. Bei Ereignissen, die viele Anfragen aus der Bevölkerung generieren könnten, nimmt «geschultes» Personal die Anrufe auf der Hotline entgegen, erteilt Auskünfte und verarbeitet die Informationen zeitnah.

Im Ereignisfall und auf Anordnung der Behörden wird unter +41 81 659 11 72 eine Telefon-Hotline aufgeschaltet.

Kommunikationsstelle

Eine gute und kontinuierliche Krisenkommunikation trägt entscheidend dazu bei, die Glaubwürdigkeit kommunaler Informationstätigkeit sicherzustellen, das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken, Missverständnisse zu verhindern und den Aufbau von Wissen anzustossen. Die oberste Verantwortung für die Gesamtkommunikation der Gemeinde liegt beim Gemeindepräsidenten. Der Gemeindepräsident ist zusammen mit dem Gemeindeschreiber, als operativer Leiter, für die interne und externe Kommunikation zuständig.

  • Die Stabsstelle Gemeindekanzlei ist in sämtlichen Lagen die zentrale Anlaufstelle der Politischen Gemeinde Surses, auch bei Medienanfragen oder Anfragen von Personen, die durch den Gemeindevorstand bzw. den Gemeindepräsidenten beantwortet werden müssen.

Kontaktstelle für Medienanfragen

Tel. Nr.: +41 81 659 11 64
Mobile: +41 78 751 23 94
E-Mail: communicaziun@surses.ch

Das Verhalten der Bevölkerung in Katastrophen und Notlagen

Aufgrund der beklagenswerten Ereignisse in der Ukraine haben sich in den vergangenen Tagen mehrere Einwohnerinnen und Einwohner an die Gemeinde gewendet, hauptsächlich mit Fragen zu den Schutzplätzen und zu den Jodtabletten.

Gegenwärtig gibt es nichts Detaillierteres respektive Aktuelles zu diesen Themen bekanntzugeben. Die Gemeinde Surses wird vom Kanton unterstützt und verfügt über Checklisten und Vorgehensweisen im Krisenfall. Eine Bekanntgabe der Zuweisung zu den Schutzräumen erfolgt dann, wenn es die sicherheitspolitische Lage erfordert. Für alle Einwohnerinnen und Einwohner im Surses steht ein Schutzplatz zur Verfügung. Die entsprechende Zuteilung wird erst auf Anordnung des Amts für Militär und Zivilschutz und aufgrund der dannzumaligen aktuellen Einwohnerdaten vorgenommen.

Das Konzept «Kaliumiodid» (Abgabe von Jodtabletten) wurde vom Kanton überprüft und angepasst. Auch hier werden die Jodtabletten-Schachteln erst durch die Gemeinde an die Einwohnerinnen und Einwohner verteilt, wenn die kantonale Behörde dies anordnen. Für den Ereignisfall hat der Gemeindevorstand in den einzelnen Dörfern im Surses sogenannte Logistikverteilstandorte festgelegt, um die Verteilung von Produkten bzw. sowie die Kommunikation mit der Bevölkerung in Katastrophen und in Notlagen sicherzustellen.

Man kann mit einfachen Massnahmen und der richtigen Verhaltensweise das Schadensausmass z.B. bei einer Strommangellage reduzieren. Hinweise zu Vorbereitungsmassnahmen und Verhalten bei Krisen und Notlagen finden sich unter https://www.alert.swiss/.

Bedenken Sie bei Ihren Vorbereitungen, dass es sich um eine Ausnahmesituation handelt, in der Schadensbegrenzung das oberste Ziel ist. Insbesondere die Gefährdung von Menschen muss verhindert werden. Deshalb ist es wichtig, im Ereignisfall die richtigen Prioritäten zu setzen.

Überlegen Sie sich daher,

  • wie Sie eine warme Mahlzeit ohne Strom zubereiten können,
  • wie Sie die notwendige Beleuchtung sicherstellen können,
  • wie Sie die wichtigsten Nachrichten hören können,
  • wie Sie mindestens ein Zimmer in Ihrem Haushalt ohne Strom warmhalten können,
  • wie Sie weitere, für Sie wichtige Anlagen, Geräte und Systeme bei Stromunterbruch falls notwendig weiter betreiben können (z.B. medizinische Geräte wie Dialysegeräte, Alarmanlagen, Pumpen, Garagentore).

Trotz Vorbereitung durch die Elektrizitätsbranche und staatlicher Massnahmen liegt eine angemessene Krisenvorsorge grundsätzlich in der Eigenverantwortung und im Interesse jedes Einzelnen.

Die Gemeinde Surses betreibt dazu als Kommunikationsinstrument einen Gratis-Infodienst per SMS, um die Bevölkerung im Ereignisfall rasch informieren zu können. 

Der Kanton Graubünden informiert ab sofort laufend zum Thema Ukraine auf der kantonalen Webseite www.gr.ch/ukraine


Tinizong, 08.03.2022                                           
Gemeindevorstand Surses

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